Can AI help you... #digitalmindshift

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Dieter Brader: Perfekt, dann können wir eigentlich gleich anfangen, oder? Danke vorab für deine Zeit. Ich starte mal. Andreas, schön, dass du da bist. Wir kennen uns aus unterschiedlichen Kontexten. Einerseits von meinem eigenen Studium, das schon viele Jahre zurückliegt, an der FH Hagenberg und später dann auch aus der Lehre in deinem Studiengang Medientechnik und -design. Umso mehr freut es mich, dass wir heute genau diese Schnittstellen gemeinsam beleuchten können. Bevor wir einsteigen, alle, die dich noch nicht kennen, erzähl mal ganz kurz, wer du bist, was du machst und was dich derzeit aktuell am meisten beschäftigt.

Andreas Stöckl: Ja, ich bin an der FH Hagenberg, leite da das Department Digitale Medien, bin hier unterrichtend und forschend tätig. Bin eigentlich von meiner Herkunft her Mathematiker. Ja, und ein Thema, das mich momentan sehr stark beschäftigt, ist, was macht generative KI mit unserem Berufsbild im Bereich Digitale Medien, insbesondere auch im Bereich Softwareentwicklung.

Dieter Brader: Schön, dass du da bist. "Can AI help you..." ist ein Podcast über KI, Digitale Transformation, Medienwandel, Newsrooms und die Frage, wie Menschen und Organisationen sinnvoll mit neuen Technologien umgehen können. Im Mittelpunkt steht heute Andreas Stöckl, seine Perspektiven und seine Erfahrungen. Und die heutige Episode lautet Can AI help you... redesign, how we learn, build and create. Yes, Andreas can! Und also wie kann ... KI dabei helfen, das Lernen und das Umsetzen von Ideen neu zu gestalten.

Andreas Stöckl: Ja, natürlich, das es schon mal im Bereich Prototyping die Möglichkeit besteht, dass man jetzt sehr viel schneller sich mal zum Beispiel Softwareprototypen erstellt - zur Unterstützung von KI. Deshalb sehr viel mehr testen kann, sehr viel mehr experimentieren kann, mit niedrigeren Kosten Prototypen machen kann. Das betrifft wahrscheinlich Start-ups genauso, weil sie in der ersten Phase was machen können, aber uns in der Lehre natürlich auch mal stark und auch in der Forschung. Mir ist es jetzt möglich gewesen, Software-Prototypen für Experimente zu bauen. Das hätten wir früher nicht finanzieren können. Und mit Hilfe der Entwicklungsmöglichkeiten jetzt haben wir Szenarien machen können. Das wäre vorher einfach nicht umsetzbar gewesen.

Dieter Brader: Das heißt, ich habe auf deinem kurzen Beitrag gesehen über Google Antigravity. Das ist ein Tool oder eine Programmierumgebung von Google, das einfach die Web-Programmierung eigentlich komplett neu definiert, oder?

Andreas Stöckl: Ja, das ist gerade neu erschienen. habe es da gerade frisch getestet. ist jetzt so meine zweitliebste Umgebung. Neben meiner Umgebung, die Cursor heißt, die ungefähr das gleiche, wenn es anderes Produkt ist. Definiert beides die Entwicklung allgemein neu aus meiner Sicht. Webentwicklung im Spezielleren. Also Webentwicklung, ob das jetzt Backend oder Frontend betrifft, wird sehr gut unterstützt und da geht es halt jetzt weg von Programmierhilfen, die bisher waren. Das war bessere Autovervollständigung. Inzwischen ist es so, dass quasi ein Co-Programmierer mit mir gemeinsam als Assistent ein Projekt entwickelt und Projekt entwickelt heißt wirklich vom User Interface bis hin zu Backend-Dingen, also ziemlich umfangreich. Und der Co-Programmierer macht manchmal Fehler, über die ich mich wundere und umgekehrt hilft er mir manchmal bei Dingen, die habe ich gar nicht gewusst. Ja, das beste ist das Zusammenspiel sozusagen von uns beiden. Bringen wir wahrscheinlich mehr an Output zusammen, die jeder alleine für sich geschafft hätte.

Dieter Brader: Das heißt Websites, Relaunches, Prototypen, Newsletter und Podcasts etc. Vieles lässt sich heute mit KI Frameworks zumindest teilweise automatisieren. Ist es aus deiner Sicht jetzt die Zukunft oder ist es eher ein Zwischenschritt?

Andreas Stöckl: Also ich denke mir, ist beides. Es ist jetzt ein bisschen die Gegenwart schon, zeigt schon ein bisschen was aus der Zukunft, aber es ist noch nicht die Endstufe, sondern die Technologie ist noch immer stark in Entwicklung und es fühlt sich immer noch so an, um vielleicht einen dieser alten Autovergleiche zu strapazieren. Da sind wir schon noch mit 1920 oder 1930 und noch nicht mit einem modernen Auto unterwegs.

Dieter Brader: Was mich immer ganz stark interessiert bei der Erstellung zum Beispiel von Podcasts, das war immer sehr aufwendig... Aufnehmen, im Tonstudio, Ton regulieren, bis hin dann letztlich zur Ausspielung. Sehr, sehr viel manuelle Arbeit. Welche Teile in dieser Wertschöpfungskette lassen sich jetzt im Bereich dieser digitalen Medienarbeit klar automatisieren mit Hilfe der KI? An unterschiedlichen Beispielen jetzt.

Andreas Stöckl: Gute Frage, weil ich betreibe genauso einen Podcast zu AI-News und die Antwort ist alles dieser Kette. Mein Podcast ist so, ich habe ein E-Mail-Konto, wo ich Newsletter abonniert habe, die lese ich nicht, da sammle ich dutzende Newsletter jede Woche und mein KI-Assistent schaut dort nach, was an Nachrichten entstanden ist, schreibt daraus automatisiert ein Podcastscript, erzeugt mit einer synthetischen Stimme das File. Legt es in einem Digital Asset Management ab, lädt es auf die Webseite hoch und schaltet es auch frei. Das heißt auch der Publishing Prozess. Das heißt ich sage nur, wenn ich Montags sage, was waren letzte Wochen für Neuigkeiten, dann läuft das ein paar Minuten und dann ist der ganze Prozess automatisiert.

Dieter Brader: Wo bleibt dabei die menschliche Arbeit unverzichtbar?

Andreas Stöckl: Am meisten ist immer noch bei der Kontrolle. Und die große Frage bei all diesen Dingen ist, welchen Autonomielevel wollen wir den KI-Assistenten überlassen oder nicht. Das ist eine sehr große Frage für uns. Was wollen wir? Wo ist Effektivität? Oder das kann natürlich sein, dass es sehr effektiv ist. Mein Podcast macht wirklich ohne Arbeit meinen AI-Newsletter. Dafür kann es sein, dass es von den Inhalten, die er ausgewählt hat, den Newslettern nicht genau dem entspricht, was mir eigentlich wichtig ist. Und wenn ich ihm mehr Autonomie lasse, weniger Arbeit, gebe ich natürlich auf der anderen Seite etwas frei, was mir vielleicht wieder nicht recht ist. Und da müssen wir irgendwie wahrscheinlich von Anwendungsfall zu Anwendungsfall den richtigen Punkt finden.

Dieter Brader: Es ist sehr spannend, diese zwei Seiten Lehre, Forschung, Recherchieren und auf der anderen Seite dann die Umsetzung, etwas Porduktives daraus machen. Wie verändern sich jetzt da diese Rollenbilder? Wie verändern sich die Rollenbilder für Entwickler:innen, für Designer:innen oder für Produktverantwortliche jetzt auf der Seite von Umsetzern?

Andreas Stöckl: Ich denke, die Ansprüche werden höher werden, weil diese Tools manche oder viele der Routinetätigkeiten wegnehmen. Das heißt, wenn ich ein Routine Front-Webentwickler war, wird vieles vom Tool erledigt. Das heißt, ich muss mehr Ahnung haben vom Konzept. Wie ist das UX? Wie interagiert ein Mensch? Wie steuere ich die Tools? Das heißt, die Jobs werden aus meiner Sicht interessanter, spannender, höherwertiger. Auf der anderen Seite ist das Ausbildungslevel, das ich brauche, um das erfüllen zu können, höher. Ein einfacher Routinejob hat da keine Zukunft. Das heißt, ist eher ein Push, der uns im Bildungssystem dazu bringt, mehr an Wissen zu vermitteln, die Leute weiterzubringen.

Dieter Brader: Das heißt KI verändert nicht nur die Geschwindigkeit wie wir Sachen umsetzen können, sondern auch die Qualität und Tiefe der Produkte oder?

Andreas Stöckl: Es schafft mir Freiheit im Alltag, um dann mehr Tiefe und mehr Qualität reinbringen zu können. Nicht nur effektiver sein zu können, sondern auch wirklich Neues zu entdecken.

Dieter Brader: Was heißt das jetzt für junge Leute, die Medientechnik und Design studieren beispielsweise und die danach in die Berufe einsteigen?

Andreas Stöckl: Das heißt, dass momentan in einer Umstellungsphase aus meiner Sicht ein bisschen schwierig ist, weil die Firmen noch nicht ganz klar wissen, was sie erwarten können und welche Skills da sind. Manche Erwartungshaltungen sind zu hoch gegriffen, manche zu tief. Also das wird sich erst einpendeln. Das Ausbildungslevel muss eher nach oben gehen... weil nur Routine-Job wird problematischer. Andererseits bietet es sich aus meiner Sicht, wie vorher schon angesprochen, mehr Möglichkeiten, selbstständig etwas zu machen, Start-up und so weiter, weil mit weniger Kosten viel mehr jetzt möglich ist. Das bietet wieder Zusatzchancen.

Dieter Brader: Wie betrifft das Ganze jetzt die Lehre? Es hat sich wirklich in den letzten Jahren viel verändert. Wenn man jetzt einen Blick auf die Ausbildung schaut, welchen Einfluss hat die KI auf den Studienplan zum Beispiel?

Andreas Stöckl: Auch einen massiven, wir mussten ihn schon wieder massiv anpassen und ändern. Also die Inhalte rund generative KI sind inzwischen im zweiten Semester angelangt und schon im ersten in der Programmierausbildung. Also wir müssen früh damit beginnen, nicht so spät wie früher. Es kommen neue Fächer dazu, es fallen andere dadurch weg. Aber das ist nichts Neues im Medienbereich. Wir haben schon sehr viele technologische Änderungen gemacht. Wir haben vor 20 Jahren Postscript unterrichtet. Heute erstellt jeder PDF und muss nicht mehr wissen, wie die Programmierersprache Postscript geht, um trotzdem ein PDF machen zu können.

Dieter Brader: Fallt in die Kategorie was wird wichtig was wird unwichtiger. Welche fähigkeiten werden wichtiger und was verliert dann bedeutung?

Andreas Stöckl: Also als Web-Entwickler würde ich sagen, manches in der Frontend-Entwicklung, um Stylesheets schreiben zu können, händisch. Wird jetzt automatisiert werden und wird nicht mehr die Bedeutung haben. Dafür ist es vielleicht wichtiger, die Wahrnehmung von Personen, und von Interfaces besser verstehen zu können. Und dann wirklich ein Interface machen zu können, das für Menschen passt. Also auch wieder weg von den kleinen Routine-Tasks.

Dieter Brader: Ich habe viel mit Studierenden zu tun an diesen und jenen FH- oder Ausbildungsstädten. Das Level des Ausbildungsgrats bei der KI ist ganz unterschiedlich. Auch die Herangehensweise von Lehrenden ist dabei ganz unterschiedlich. Heißt, einige unterstützen KI, einige Lehrenden unterstützen das nicht. Wie ist denn da dein Zugang dazu, dein Mindset?

Andreas Stöckl: Wir haben als Ausbildungseinrichtung eigentlich nur eine Wahl. Ich weiß, wird auch anders gesehen. Jetzt das irgendwie zu verteufeln und wir nutzen das nicht, ist sinnlos, weil die Leute müssen damit umgehen lernen. Die haben das im Berufsalltag. Also hat sich die Ausbildungsstätte danach zu richten und auch die Rahmenbedingungen, die sich dadurch ändern, müssen wir das anpassen. Da brauchen wir keine Grundsatzdiskussion darüber führen, ob wir es gut oder schlecht finden. Ja, man die Grundsatzdiskussion führen, aber deswegen müssen wir die Leute trotzdem auf die Realität vorbereiten.

Dieter Brader: Was ist dann entscheidend in der Ausbildung? Welche Haltung ist entscheidend in der Lehre im Umgang mit KI?

Andreas Stöckl: Das heißt, sie möglichst gewinnbringend, gut reflektiert einzusetzen und nicht zu verteufeln, aber auch nicht irgendwie naiv daran ranzugehen. Einschätzung der Technologie, der Möglichkeiten, der Schwächen, der Probleme, der Stärken ist ein ganz wesentliches Lernziel. Nur dann kann ich es effektiv einsetzen. Also ich nutze selbst in der Programmierung sehr viel und ich habe Kollegen, die kommen dann gerne, weil sie wissen, ich nutze das selber. Da habe ich wieder einen Fehler gefunden, das hat ChatGPT falsch programmiert. Sage ich: Das ist grundsätzlich falscher Mindset, hättest du überlegt, wie mache ich es, wie prompte ich, wie stelle ich ein, was mache ich für ein System, esum zum Gehen zu bringen und nicht wunderbar mich darüber freuen, dass ich etwas gefunden habe, wo es nicht funktioniert. Also das ist so Mindset, Dinge zu ermöglichen und nicht sich darüber zu freuen, dass Dinge nicht gehen.

Dieter Brader: Du hast vorhin erwähnt, dass es unterschiedliche Erwartungshaltung gibt, auch in der Privatwirtschaft, in Organisationen draußen. Was sind denn da unterschiedliche Erwartungshaltungen im Umgang mit der KI?

Andreas Stöckl: Ich denke, es fehlt überwiegend noch überhaupt an Wissen und Einschätzung, was möglich ist und was umgesetzt werden kann. Da sind wir noch sehr weit hinten und sehr viel von dem, was man so an Erwartungshaltung ist, wird durch irgendwelche Science-Fiction-Serien geprägt, die man mal gesehen hat und das, was mit der Realität nicht unbedingt viel zu tun hat. Also da ist aus meiner Sicht noch sehr viel Defizit. Auf der einen Seite haben wir große Datenschutzthemen, die oft auch dazu benützt werden, ⁓ Dinge nicht ändern zu müssen und abzublocken aus meiner Sicht. Nicht nachdenken, die Probleme sind ja da, sind ja nicht, dass sie nicht existent sind, aber nicht darüber nachdenken, wie kann ich es lösen, dass es dann auch funktioniert damit, sondern es gleich als Grund zu nehmen, ha, jetzt brauchen wir das nicht machen, weil hat uns zum Glück der Datenschutz verboten.

Dieter Brader: Schauen wir ein paar Jahre nach vorne, sagen wir so in Richtung 2030, was hat sich denn dann verändert im Vergleich zu heute in Bezug auf KI?

Andreas Stöckl: Es wird sehr viel mehr normaler Alltag sein, was wir jetzt gar nicht glauben. Und es wird sehr viel schneller gehen, die Änderungen, als wir bisher bei technologischen Änderungen gehabt haben. Das ist die große Herausforderung. Also zu sagen, das lerne ich nicht mehr, aber die nächste Generation muss das dann beherrschen, das geht nicht. Weil die Zyklen sind innerhalb einer Generation, wo sich die Dinge ändern. Und wir werden einige überraschende Änderungen sehen, an die man jetzt nicht denkt. Es hätte auch keiner geglaubt... Ich forsche schon lange an diesen Sprachmodellen und bis vor fünf bis drei Jahren hätte man nicht geglaubt, dass das den Impact hat, den wir jetzt erleben mit den Tools. Dass es das ist, was die Neuerung bringt. Alles mögliche andere hat man geglaubt und genauso werden jetzt wieder Dinge passieren, die wissen wir jetzt einfach.

Dieter Brader: Wie wird sich die Lehre ändern bis in den nächsten fünf Jahren? Wie schaut dann die Ausbildung im Bereich im MTD aus zum Beispiel?

Andreas Stöckl: Neben den inhaltlichen Änderungen und Updates, glaube ich, muss sich methodisch sehr viel tun. Das heißt, das klassische Vorlesungsübungsschema ist wahrscheinlich schon ein bisschen überholt. Wir machen schon sehr viel des Unterrichts projektorientiert. Das geht sicher in die richtige Richtung. Es gibt aber auch viel mehr Möglichkeiten, jetzt sich selbst lernen, Dinge beizubringen. Da muss ich nicht einfach in der Vorlesung sitzen. Vielleicht ist es effektiver anders. Das heißt, Wir müssen sicher auch davon den Methoden anders machen. Aber praxisorientiert, projektartig ist es sicher schon nicht so falsch aus meiner Sicht...

Dieter Brader: Und wenn du jetzt zurückdenkst, 5, 6, 7 Jahre zurück, oder vielleicht gar nicht einmal so lang, was war denn so dein Aha-Moment, dein Aha-Erlebnis, als du mit KI wirklich deeper angefangen hast zu arbeiten?

Andreas Stöckl: Für mich war es so 2020 herum. Wie vorher schon gesagt, ich arbeite mit diesen Sprachmodellen und wie GPT-2 und 3 die wissenschaftlichen Arbeiten rausgekommen sind. So zwei, drei Jahre war das, bevor das dann bei ChatGPT in der Öffentlichkeit war, haben gesehen: Moment, das kann auf einmal eine sinnvolle Seite Text schreiben. Das war bis vorher unmöglich. Das zu sehen war für mich so ein Aha-Moment und von da an hat sich das eigentlich ziemlich schnell entwickelt.

Dieter Brader: Was willst du auf der einen Seite jedem Studierenden im Umgang mit KI empfehlen?

Andreas Stöckl: Auf jeden Fall nicht den Kopf in den Sand zu stecken und das zu verneinen. Was ein Teil tut, also das ist alles böse, das mag nicht, das gefährdet vielleicht meinen Job. Und wir hören so Umfragen, unsere Professoren zwingen uns KI zu nutzen, wir wollen das nicht und so weiter. Das ist alles KI-Slop und diese KI-generierten Bilder und Videos, ganz schlimm. Kann man so sehen oder nicht, aber daraus abzuleiten, das einfach zu ignorieren und sonst ist es Strategie, die langfristig erfolgreich ist. Nicht einfach negieren.

Dieter Brader: Und abseits vom Studium, von der Lehre, was empfiehlst du Angestellten, Selbstständigen in der Privatwirtschaft, in der Wirtschaft im Umgang mit der KI?

Andreas Stöckl: Sich auf jeden Fall sich mit zu beschäftigen. also wie ich in der Ausbildung am Beginn war, war in den 80er Jahren im Studium, da habe ich immer gehört, dass sich die Digitalfotografie nie durchsetzen wird, weil im Profibereich die Filme viel besser sind. So ähnliche Dinge höre ich jetzt im KI-Bereich mit Softwareentwicklung. Also alles immer mal hinterfragen und nicht unbedingt das zu glauben, was einem immer vorgebettet.

Dieter Brader: Ich war voriges Jahr bei der TEDAI Vienna, heuer auch, und da hat es interessante These gegeben. hat ein Vortrag einer gesagt, unsere Enkelkinder werden die Letzten sein, die lesen und schreiben gelernt haben oder die das in der Schule richtig lernen. Üüber das denke ich eigentlich fast jeden Tag nach, auch in meiner Arbeit, weil sich der Medienkonsum doch rasant geändert hat. Also einerseits wer konsumiert einen Blogartikel, wer konsumiert ein Video oder wer hört sich einen Podcast an. So auf die Schnelle, wie reagierst du auf diese Aussage?

Andreas Stöckl: Also für mich als alten Mann ist das natürlich eine Horror-Vorstellung, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass sich das so ändert. Ich hoffe ganz insbrünsitg dass es nicht so ist. Ich würde aber auch nicht hundertprozentig schwören, dass es nicht sein kann.

Dieter Brader: Gut, wir sind schnell durch mit allen Punkten. Gibt es noch eine zentrale Botschaft in Bezug auf KI, Veränderung, Medienwandel, dir auf den Lippen brennt?

Andreas Stöckl: Nicht nur was KI betrifft, was Medien. Das ist schon gesagt, Veränderungen nicht negativ zu sehen.

Dieter Brader: Super. Danke schön. Tschüss, Baba.

Über diesen Podcast

"Can AI help you…?" ist ein Podcast von Dieter Brader über Künstliche Intelligenz, Digitale Transformation, Medienwandel, Newsrooms, Kommunikation und die Frage, wie Menschen und Organisationen sinnvoll und wertschöpfend mit neuen Technologien umgehen können. Im Mittelpunkt stehen Personen, ihre Perspektiven, ihre Erfahrungen und ihre Produkte sowie Dienstleistungen. Jede Episode folgt der Frage: Can AI help you…?

https://canaihelpyou.at
https://digitalmindshift.com

von und mit Dieter Brader

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